Die Geschichte des Begriffs Mittelalter

Mit dem Begriff Mittelalter bezeichnet man in der Geschichte Europas einen Zeitabschnitt zwischen der Antike und der Neuzeit, dessen Spanne vom 6. bis zum 15. Jahrhundert reicht. Das Mittelalter selbst wird wiederum in drei Abschnitte eingeteilt: das Frühmittelalter, das sich vom 6. bis etwa zum 10. Jahrhundert erstreckt und das Zeitalter der Karolinger und Merowinger bezeichnet; das Hochmittelalter, vom 10. Jahrhundert bis etwa 1250, auch die Epoche der Staufer, Ottonen und Salier, sowie das Spätmittelalter, welches von 1250 bis zum Beginn der Neuzeit führt. Es ist auch die Zeit des Scheiterns der klassischen Kaiseridee und wird auch als der “Herbst des Mittelalters” betitelt. Weiterlesen →

Geschichte: Spätmittelalter

Die Epoche des Spätmittelalters (1250 – 1500) ist geprägt vom Aufstieg des Bürgertums, der Geldwirtschaft und der Städte. Das Byzantinische Reich ging nach der Eroberung von Konstantinopel im Jahre 1204 seinem Untergang entgegen; die christlichen Staaten gewannen auf der Iberischen Halbinsel durch den Sieg von Las Navas de Tolosa (1212) mehr Boden. Die letzte Festung der Kreuzritter im Nahen Osten fiel im Jahre 1291, der Papst verlor immer mehr Autorität und die Pest erschütterte Europa ab dem Jahre 1347. Die Pest oder der Schwarze Tod verursachte den Tod von mehr als einem Drittel der Bevölkerung in Europa, was zu einer Entvölkerung führte und sich in Aufständen niederschlug. Die Aufstände bewirkten einen Wandel der sozialen Strukturen, schwächten das Rittertum und stärkten das Bürgertum. Auch in der katholischen Kirche gab es einige Reformbewegungen. Weiterlesen →

Geschichte: Hochmittelalter

Die Blütezeit des Rittertums, des Lehnswesens, des Minnesangs und des Römisch-Deutschen Kaiserreichs war die Zeit des Hochmittelalters, das im 10. Jahrhundert begann und sich bis etwa ins Jahr 1250 erstreckte. In dieser Zeit erwachte Europa zu neuer Stärke, die eine Machtstellung von verschiedenen Staaten beinhaltete. Auch die Kreuzzüge fanden im Hochmittelalter statt. Der Einfluss der Kirche nahm seit 1054 stetig ab; so kamen dem Papst die Kreuzzüge gerade recht. Sie standen unter dem Motto, die Befreiung der heiligen Stätten des Christentums im Nahen Osten von den Moslems zu erreichen. Das gelang in der Regel nicht und in späteren Jahren waren die Ziele der Kreuzzüge meist nur noch reine Profitgier. Während der Kreuzzüge entdeckte die Wirtschaft auch den Export bzw. den Fernhandel, von dem vor allem Venedig profitierte. Zudem gewann die Geldwirtschaft immer mehr an Bedeutung und wiederentdeckte bzw. neue Ideen kamen nach Europa. Die ersten Universitäten entstanden in Italien und Frankreich und das Zunftwesen prägte vor allen Dingen die Städte in Mitteleuropa. Weiterlesen →

Geschichte: Frühmittelalter

Das Frühmittelalter beginnt etwa im 6. Jahrhundert und zieht sich bis in das 10. Jahrhundert hin. Das ist die Epoche, die von den Karolingern und Merowingern geprägt wurde. Der Beginn des Frühmittelalters wird mit dem Ende der Völkerwanderung datiert und so wird das Jahr 568 in West- und Mitteleuropa als der Beginn des Frühmittelalters gesehen – ein Beginn, der mit dem Einfall der Langobarden in Italien im Jahre 568 in Verbindung gebracht wird.

Viele Entwicklungen, die einschneidend für die Zukunft waren, fanden im Frühmittelalter statt. In den Gebieten, die noch nicht dem christlichen Glauben angehörten, waren zahlreiche Missionare tätig, die größtenteils aus Irland kamen. Auch begann der Aufstieg des Frankenreiches. Begründet wurde diese Vorherrschaft durch die Überreste des Weströmischen Reiches sowie der Reiche anderer germanischer Völker. Das Römische Reich jedoch blieb selbst während des Frühmittelalters der Dreh- und Angelpunkt. Die Krönung Karls des Großen im Jahre 800 zum römischen Kaiser war der Höhepunkt der Entwicklung. Das Frankenreich zerfiel nach dem Tode Karls des Großen im Jahre 814 nach und nach. Die westliche Hälfte des Reiches wurde das spätere Frankreich, die Osthälfte das “Heilige Römische Reich”. Im Jahre 754 erhielt der Papst auch weltliche Macht durch die “Pippinische Schenkung” – eine Macht, die ab dem 11. Jahrhundert größer wurde. Weiterlesen →

Mittelalterliche Hochzeitskleider

Im Mittelalter waren Hochzeiten ein großes Spektakel. Viele Gäste, ein ordentliches Mahl und selbst gespielte Tanzmusik sorgten stets für hervorragende Stimmung. Ein besonderer Blickfang waren insbesondere die Hochzeitskleider der Bräute. Diese bestanden zum Großteil aus Baumwolle oder Leinen. Dabei gab es nicht nur eine Variante von Hochzeitskleid, sondern viele verschiedene Modelle. Ein typisches Hochzeitskleid war das Karolinger. Dieses Kleid wurde im frühen sowie im späten Mittelalter getragen. Typische Merkmale waren ein einfacher Schnitt sowie Tütenärmel. Weiterlesen →

Mittelalter Schmuck und Zubehör

Die Geschichte, durch Schmuck etwas optisch aufzuwerten oder den jeweiligen Status innerhalb der Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen, kann bis zum Beginn der Zeitrechnung zurückverfolgt werden. Als Material dienten anfangs Zähne und Steine, mit dem Beginn der Metallverarbeitung kamen auch Bunt- und Edelmetalle hinzu. Im Mittelalter erhielt der Schmuck eine weitere Aufgabe, denn er diente oftmals als Tauschmedium oder Geldersatz. Somit kam es vor, dass Schmuckstücke, insbesondere solche aus Edelmetallen, des Öfteren wieder eingeschmolzen wurden, um daraus neue Ketten und Ringe herzustellen. Weiterlesen →

Mittelalterliche Kleidung nähen

Mittelalterliche Kleidung ist keinesfalls aus der Mode gekommen, sondern wird zu entsprechen Anlässen wie etwa Ritterspiele auch heute noch getragen. Im Internet finden sich in großer Anzahl Onlineshops, welche komplette mittelalterliche Outfits samt Accessoires anbieten. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich zudem die mittelalterlichen Märkte, welche meistens im Rahmen von Altstadtfesten in historischen Stadtkernen abgehalten werden und auf denen ebenfalls mittelalterliche Kleidung sowie Schmuck zu haben ist. Das Angebot ist vielfältig und so findet jeder etwas Passendes. Wie wäre es, sich beim nächsten Karneval im mittelalterlichen Gewand zu verkleiden? Weiterlesen →

Schmuck im Mittelalter

Das Tragen von Schmuck ist keineswegs eine Modeerscheinung der jetzigen Zeit. Die Geschichte des Schmucks reicht bis an den Anfang der Zeitrechnung, wobei zum körperlichen Schmücken Steine und Zähne verwendet wurden. Später wurden auch Holz, Metall und teilweise auch Edelmetalle zur Herstellung von Schmuck eingesetzt. Der Schmuck brachte oft die Stellung des Trägers oder der Trägerin innerhalb der Gesellschaft zum Ausdruck und galt somit als Statussymbol.

Während in dieser Epoche der Schmuck ausschließlich zur optischen Aufwertung und als Statussymbol diente erlangte er im Mittelalter eine weitere Bedeutung: Man verwendete Schmuck als Geldersatz und Tauschmedium. Außerdem war die symbolische und mythische Bedeutung ausschlaggebend. So wurde beispielsweise eine Brosche für die beschenkte Person zum Zeichen der Liebe. Männer schmückten sich im 11. und 12. Jahrhundert mit Armreifen, Gürteln und Mantelspangen aus Buntmetall. In den höheren Schichten der Gesellschaft bestand der Schmuck sogar aus Edelmetall. Frauen aus adligen Kreisen trugen im 11. Jahrhundert noch ausgiebig Schmuck in Form von Ketten, Ohr- und Fingerringen sowie Fibeln. Diese Tendenz war im 12. Jahrhundert dann stark rückläufig, wobei Schmuck nur noch vereinzelt in Form von Fibeln und Fingerringen getragen wurde. Ab dem 13. Jahrhundert bestand der Schmuck des Mannes aus reich verzierten Gürteln mit Taschen, welche man auch als Dusings bezeichnete sowie aus einem Fürspan auf dem Überrock. Weiterlesen →

Was versteht man unter einer Tunika?

Mit einer Tunika bezeichnet man heutzutage einen Schnitt im Bereich der Damenmode. Tuniken sind auch im 21. Jahrhundert aktuell; sie sind kürzer als ein Minikleid und werden zu einer Hose getragen. Daher werden sie in den unterschiedlichsten Farben und Designs von vielen Mode- und Versandhäusern angeboten. Doch die Geschichte der Tunika lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Zu dieser Zeit bestand eine Tunika aus lediglich zwei rechteckigen Stücken Stoff, welche nur an den Schultern mit sogenannten Fibeln verbunden waren. Die Tunika wurde sowohl von Männer als auch von Frauen bereits im Alten Rom direkt auf dem Körper getragen. Weiterlesen →

Rund um die Ahnenforschung

Kaum eine Thematik ist interessanter als der eigene Stammbaum. Einen Stammbaum zu erstellen, bedeutet, in die Wurzeln der eigenen Geschichte zurückzugehen, sich mit den Vorfahren zu beschäftigen und letztendlich den Ursprung der Familie kennenzulernen. Dazu wird Ahnenforschung betrieben und nicht selten hat man die Möglichkeit, die Familiengeschichte über Jahrhunderte zurückzuverfolgen. Genealogie – ein Wort aus dem Altgriechischen – bedeutet so viel wie Familiengeschichtsforschung bzw. Familienstammbaum. Weiterlesen →