Tischsitten im Mittelalter

Zunächst wurde im Mittelalter mit den Fingern gegessen. Es gehörte zum guten Ton, diese danach abzulecken oder an der eigenen Kleidung abzuwischen. Hierin unterschied sich der Adel nicht vom einfachen Volk. Ebenso war der freie Lauf jeglicher Gase ein Zeichen dafür, dass sich die Essenden ihrer Speisen erfreuten. In jener Zeit belebte die Musik von Minnesängern die Tischkultur. Zunächst durften Frauen nicht mit ihren Ehemännern am gleichen Tisch sitzen. Mit der Aufhebung dieser Regel wurde nach und nach ein kultivierteres Benehmen eingeführt.
Während des frühen Mittelalters vermischten sich in Europa die Essgewohnheiten der griechisch-römischen Kultur und der keltisch-germanischen Lebensart. Die meisten Menschen mussten zu dieser Zeit gegen den Hunger und um ihr Überleben kämpfen. So gerieten die teilweise hoch kultivierten Tischgewohnheiten der Antike schnell in Vergessenheit. Als Teller dienten aufgeschnittene Brotlaibe. Es war jedoch streng untersagt, Knochen mit den Zähnen abzunagen oder diese mit den Fingernägeln zu bearbeiten. Auch war es beim Essen verboten, lange Fingernägel zu haben.
Mit dem Erscheinen der Frauen bei Tisch wurden neue Regeln aufgestellt. So war es Sitte, nicht mit dem Essen anzufangen, bis jeder seine Speise erhalten hatte. Zudem war das Säubern von Besteck, sofern vorhanden, mit den Zähnen verboten. Auch schickte es sich nicht, Abfälle unter dem Tisch zu entsorgen, die Ellenbogen auf den Tisch zu legen, zu spucken oder sich mit der Hand zu schnäuzen. Das Ablecken der Finger wurde ebenfalls unterbunden. Nach wie vor diente die Kleidung dazu, diese zu säubern. Die Serviette, welche im 15. Jahrhundert erneut zum Einsatz kam, diente ab diesem Zeitpunkt der Reinigung der Finger oder dem Schnäuzen der Nase. Das Internet hält viele Informationen und Bilder zu den Tischsitten des Mittelalters bereit. Zudem ist es auf www.onlinekredite.cc möglich, sich umfassend mit der Geschichte des Kreditwesens zu befassen.




