Strumpfhosen im Barock und Mittelalter

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In Zeiten des Mittelalters und des Barocks erfreuten sich Strumpfhosen großer Beliebtheit. Strumpfhosen bestanden nicht wie viele der heutigen Modelle aus feinem Nylon, sondern aus eher grobem Leinen, manchmal auch aus Wolle oder Hanf. Deshalb konnte man damals nicht einfach in den nächstgelegenen Strumpf Shop gehen und ein passendes, möglichst auch noch buntes Exemplar erwerben. Es war ein Schneider vonnöten, der allerdings in der Regel sehr kostspielig war.

Ursprüngliche Strumpfhosen waren eher Unterhosen

Vorgänger der heutigen Strumpfhose war in der Romanik, also in der Zeit zwischen 800 und 1200, die sogenannte Brouche. Sie wurde ausschließlich von Männern getragen und diente als Unterhose. Sie lag ziemlich locker um die Beine und an sie wurden für gewöhnlich Beinlinge angebracht. Als sich die Mode jedoch in der Frühgotik zu Beginn des 13. Jahrhunderts änderte und die Kleidung deutlich enger anliegender und körperbetonter wurde, waren die Brouches unpraktisch geworden. Die Kleidung der Männer wurde der Bekleidung der Frauen ähnlicher. So wurden hauptsächlich kurze Unterhosen getragen, die dann mit Beinlingen verlängert wurden. All dies befand sich unter einem Rock oder sogar unter einem Unterrock und einem Rock. Frauen trugen diese Vorläufer der Strumpfhose nicht.

Aufkommen der Strumpfhose mit der Renaissance

Die Renaissance fand zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert statt. Zu Beginn der Renaissance, in den ersten zweihundert Jahren, war die Strumpfhose bei den Männern besonders beliebt. Sie wurde allerdings nur von hochgestellten Menschen wie dem Adel getragen. Für hundert Jahre kam sie dann aus der Mode, bis sie im 16. und im 18. Jahrhundert einen erneuten Aufschwung erlebte. Später allerdings wurde sie im öffentlichen Leben nicht noch einmal so beliebt. Erst, als im 20. Jahrhundert passende künstliche Stoffe hergestellt wurden, wurde auch die Strumpfhose wieder getragen und geschätzt.

Geschrieben von Felix

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