Burgenbau im Mittelalter

Im frühen Mittelalter baute man Burgen vor allem um das eigene Land zu verteidigen. Erste hofartige Anlagen wurden errichtet und erst im 10. Jahrhundert begann man die Burgen auch als Wohnung zu nutzen. Die Hochadelsgeschlechter verließen ihre Herrensitze und ließen sich an oft schwer zugänglichen Stellen wehrhafte Burgen mit Wassergräben bauen, die sie dann als Wohnsitz nutzten.

Die Landesherrschaft wurde so begründet und das einfache Volk suchte Schutz in der Nähe ihrer Burg. Im 13. Jahrhundert verlegte man den Bau von Burgen zunehmend auf extrem schwer erreichbare Bergvorsprünge und andere Höhenlagen. Das spiegelte die Distanz zu den Beherrschten wieder und verschaffte den Bewohnern gleichzeitig besseren Schutz. Der Bau dieser eindrucksvollen Burgen war sehr beschwerlich und im Schnitt konnte man von einer Bauzeit von bis zu sieben Jahren ausgehen. Weit verbreitet war vor allem die Form der Axialanlagen, die mehreckig oder keilförmig angelegt wurden, aber auch Ringburgen versprachen eine gute Schutzfunktion.

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Sprachvermischungen und Veränderungen in der Literatur bis heute

Die heutige deutsche Sprache vermischte sich aus den verschiedenen Mundarten der deutschen Stämme und unter Karl dem Großen wurde fränkisch zu einer vorherrschenden Mundart. Bayrisch und alemannisch konnten sich ebenfalls halten und die drei Mundarten ergaben das Hochdeutsche. Vorher jedoch sprach und schrieb man althochdeutsch, die älteste schriftliche Form der Hochdeutschen Sprache. Volltönende Endungen wie im Lateinischen findet man hier häufig. Taga (Tage) oder Perga (Berge) sind Beispiele dafür. Mittelhochdeutsch sprach man dann im 12. Jahrhundert und hier bemerkt man eine deutliche Annäherung an unsere heutige Sprache. Vor allem der Minnesang bediente sich einer auch heute noch teilweise gut verständlichen Sprache.

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Könige im Mittelalter

Nachdem das Weströmische Reich zerfallen war, begann in Europa die Völkerwanderung. Neue Reiche wurden gegründet und im späteren Deutschland konnten sich die Franken besonders hervorheben.

Ein fränkischer Kleinkönig eroberte mehrere Teilgebiete

Er gründete ein germanisch-romanisches Reich. Die Merowinger hatten die Macht an sich gerissen. Im Laufe der Zeit gaben die Merowinger aber immer mehr Aufgaben und damit Macht an ihre Hausmeier ab. Die Verwalter eines königlichen Hofs schafften es 751, dass die merowingischen Könige abgesetzt wurden und Pipin III. bestieg als ersten Hausmeier den Thron. Karl der Große ist einer seiner Nachkommen, weswegen man die Karolinger auch als Pippiniden bezeichnet.

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Ritter – Helden des mittelalterlichen Alltags

Bis zum 11. Jahrhundert wurden nur Adelige zum Ritter geschlagen, danach allerdings konnten auch unfreie Hofbeamte diese Ehre erlangen, was das Rittertum im Volk glorifizierte. Plötzlich konnten auch Unfreie in der Hierarchie aufsteigen und ein ehrenvolles Leben führen. Im Hochmittelalter durften sich dann auch Klöster oder Ministerialadelige eigene Gefolgschaften schaffen, die man ebenfalls als Ritter bezeichnete. Auf Dauer konnte man sich in diesem Stand allerdings nur etablieren, wenn das dazu notwendige Vermögen vorhanden war. Ab dem 13. Jahrhundert mussten Anwerber auf den Ritterstand eine Ritterbürtigkeit nachweisen können, also die Abstammung von ritterlichen, adligen Vorfahren. Erst dann waren sie des Ritterschlags durch den Herrscher würdig.

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Was man über die Gottesurteile im Mittelalter wissen sollte

Was im Lateinischen als iudicium divinum bezeichnet wurde, ist ins Deutsche übersetzt das Gottesurteil. Im Mittelalter glaubte man zum Teil, dass Gott als höheres Wesen in den Prozess der Rechtsfindung eingreifen würde und damit der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen kann. Gottesurteile kannte man aber schon viel früher und in den verschiedenen Kulturen wurden unterschiedliche Sichtweisen verfolgt. Schon 1200 vor Christus kannte man die Wasserprobe als Mittel zur Urteilsfindung. Dabei wurden die Beschuldigten in siedend heißes Wasser gesetzt und nur wenn ihre Wunden rasch verheilten, galten sie als unschuldig. In kaltes Wasser versenkt, durften Beschuldigte nicht oben schwimmen, denn dann galt er als schuldig und überführt. In Asien ging man in der Antike allerdings davon aus, dass das geheiligte Wasser nur die Unschuldigen tragen würde und kam so zu anderen Urteilen als später in Europa.

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Geschichte des Handels in Regensburg im Mittelalter

Im Mittelalter blieben die meisten Menschen, unabhängig davon, ob sie auf dem Land oder in der Stadt lebten, meist ihr gesamtes Leben lang über an dem gleichen Ort – um andere Länder oder gar nur die anliegenden Gebiete zu erkunden, fehlte den damaligen Menschen entweder das Geld oder die Zeit. Die einzige Ausnahme waren Händler, die es wagten ungesicherte Handelsstraßen mit kostbaren Waren auf ihren Wägen zu befahren, auf der Suche nach möglichen Abnehmern und dem finanziellen Gewinn. Für Städte war der Handel wichtig, um Güter erwerben zu können, die in der eigenen Region gar nicht oder nur unzureichend vorkamen.

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Gab es im Mittelalter Bürger mit Sonderstatus?

Die Privilegien der Bürger im Mittelalter waren vielfältig. Die Bezeichnung „Bürger“ leitet sich von der sogenannten Burg ab, was wiederum eine Verbindung zu einem befestigten Wohnsitz darstellt. In früheren Zeiten ließen sich Händler in Burgen nieder, um dort ihr Gewerbe zu betreiben. Ein günstiges Darlehen war damals noch gar nicht denkbar. Nach wie vor benützen die Einwohner Schottlands immer noch den Begriff „burgh“, was so viel heißt wie eine Stadt, die über eigene Stadtrechte verfügt, beziehungsweise frei ist.

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Malerei im Mittelalter und ihre religiöse Intention

Man mag es kaum glauben, aber die mittelalterliche Malerei war eine Revolution in deutschen Gebieten. So wie heute Wandtattoos eine Wohnung verändern können, waren die Bilder in den Kirchen im Zeitalter der Gotik eine völlig neue Erfahrung für die Menschen. Zwar kannte die Antike schon farbenfrohe Bilder in Gebäuden aller Art, aber im Mitteleuropa des 12. Jahrhunderts wurde gerade erst die Romanik abgelöst deren massiver Baustil und schlichte Ausgestaltung wenig Raum für Sinneseindrücke boten. Das Bildhafte war auf den Altar in den Kirchen beschränkt, das öffentliche Leben wurde durch die Kirchen bestimmt. Auch in der Gotik blieb dies unverändert, aber die Kirchen erweiterten sich zu beeindruckenden Bauten.

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Künstlerische Werke aus dem Mittelalter

Das Mittelalter zieht auch heute noch sehr viel Menschen in ihren Bann und so wundert es nicht, dass deutschlandweit stets zahlreiche Festivitäten und Märkte locken, um den Gästen und Besuchern die Möglichkeit zu geben, auf den Spuren unserer Vorfahren zu wandeln.

Dies wird auch gerne angenommen, denn die Faszination Mittelalter kennt hier keine Grenzen. Gerne wird beobachtet, wie die handwerklichen Tätigkeiten zu damaligen Zeiten vonstattengingen, wie Brot gebacken wurde oder schlicht und ergreifend, wie die Menschen zu damaligen Zeiten gekleidet waren.

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Die Sitten im Mittelalter

Die mittelalterliche Gesellschaft war eine Ständegesellschaft. Sie unterteilte sich in den Wehrstand, den Lehrstand und den Nährstand. Damit waren der Adel, der Klerus und der Bauernstand gemeint. Eine Sonderrolle nahm in dieser Gesellschaft das städtische Bürgertum ein, also Händler und Handwerker. Die Zugehörigkeit zu einem Stand erhielt ein Mensch durch die Geburt. Der Aufstieg in einen anderen Stand wurde durch Regeln und Standesgesetze so gut wie unmöglich. Auch der Beruf wurde in der Regel vom Vater auf den Sohn vererbt.

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