Begraben: Esztergom, Minoritenkirche
Ältester Sohn des Königs
Andreas II. von Ungarn aus seiner 1. Ehe mit der Gertrud
von Meran, Tochter von Herzog Berchtold VI.
Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1833
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Bela IV., König von Ungarn 1235-1270
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* November 1206, + 3. Mai 1270
Haseninsel (Margareteninsel) bei Buda
Begraben: Esztergom, Minoritenkirche
Eltern:
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König Andreas II. und Gertrud von Andechs-Meranien
oo 1222 Maria Laskaris, Tochter des Kaisers von Nikaia, Theodor
1214 zum "rex iunior" erhoben, wurde Bela
1222 Herzog von "ganz Slawonien", regierte seit 1226 Siebenbürgen
und jenseits der Karpaten Kumanien und das Banat Severin. Sein Verhältnis
zum leichtsinnigen Vater war oft gespannt; 1223 mußte er nach Österreich
fliehen. Nach der Thronbesteigung setzte Bela
seine Bemühungen zur Wiederherstellung der königlichen Macht
energisch fort. Dabei verärgerte er manche Magnaten durch die Zurücknahme
der "ewigen Schenkungen" seines Vaters am Vorabend der mongolischen Invasion,
wovon er durch den Magna Hungaria entsandten ungarischen Dominikaner Julianus
schon 1237 Kunde erhielt. Er nahm daher die fliehenden Kumanen 1239 auf,
die aber nach Ermordung ihres Fürsten Kuthen nach Bulgarien zogen.
Ungarn erlag 1241/42 den konzentriertem Angriff von fünf mongolischen
Heeren; Bela entkam der Verfolgung
und begann nach dem plötzlichen Abzug des Feindes sofort mit dem Wiederaufbau.
Den Alptraum der Mongolengefahr wurde er nie mehr los. Er rief die kriegstüchtigen
Kumanen zurück, gab dem Thronfolger Stephan
eine Kumanen-Prinzessin zur Frau und verheiratete 4 seiner 7 Töchter
mit polnischen Herzögen und russischen Fürsten, um sein Königreich
für den Fall einer neuen Invasion zu sichern. Aufgrund seiner Erfahrungen
änderte er auch seine innere Politik, förderte durch Schenkungen
den Bau von Privatburgen, unterstützte die Entstehung befestigter
Städte, unter anderem der späteren Hauptstadt Buda (Ofen). Bela
konnte nicht nur die von Herzog Friedrich II. von Österreich besetzten
Gebiete 1242 zurückgewinnen und sich in Dalmatien gegen Venedig behaupten,
sondern eroberte aus dem BABENBERGER-Erbe auch die Steiermark, die 1254-1260
von dem "rex iunior" Stephan regiert
wurde. Der machthungrige Thronfolger erzwang 1262 mit Waffengewalt die
Teilung des Königreiches; Belas Versuch,
ihn 1265 zugunsten seines jüngeren Sohnes
Bela zu entthronen, scheiterte.
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Bela IV. rebellierte
1222 erstmals, war 1223-1224 im Exil, wurde 1224-1226 Herzog von Kroatien
und Dalmatien und 1226 König von Siebenbürgen. Er siedelte hier
verstärkt Kumanen an, die aus Rußland kamen und ihm huldigten.
Er folgte 1235 dem Vater als König von Ungarn und verzichtete 1238
endgültig in Halicz. Bela machte
die Schenkung des Vaters an den Adel zum Teil wieder rückgängig
und stritt daher ständig mit dem Adel. Er bemühte sich, durch
die Wiederherstellung des Komitatssystems, die Gründung von Städten
(unter anderem Buda) und die Förderung des kleinen Adels und der Bettlerorden
die königliche Macht gegen den Widerstand der Barone zu stärken
und den päpstlichen Einfluß zurückzudrängen. Einen
schweren Rückschlag brachte der verheerende Mongoleneinfall 1241 (Schlacht
bei Mohi verloren). Die Mongolen besetzten Ungarn und verwüsteten
es total, vom Westen her drang Friedrich II. von Österreich ein. Bela
war
gezwungen, zu diesem zu fliehen, der ihm einige Grenzbezirke und seine
Schätze abpreßte. Von Dalmatien her baute Bela das Reich wieder
auf, förderte sehr den Städte- und Burgenbau und die Ansiedlung
von Kumanen und Jazygen. 1246 schlug er die Österreicher zurück.
Es war eine Zeit zunehmender Spannungen mit dem Adel Ungarns, weil die
Kumanen eine treue königliche Stütze darstellten und den König
unabhängiger machten. Gegensätze zu Böhmen bestanden seit
1250 wegen Österreich und Steiermark. Im Frieden von Preßburg
gewann Bela 1254 die Steiermark, verlor
sie 1261 nach der Schlacht bei Kroissenburg wieder. Er trat Severien an
die Johanniter ab und gewann aus dem Zerfall des 2. Bulgarenreiches neue
Gebiete dazu. 1262 schlug er einen neuen Einfall der Mongolen siegreich
zurück. Zuletzt geriet er noch in einen Krieg gegen seinen Sohn Stephan,
der sich empört hatte. Gegen die Mörder seiner Mutter ging er
streng vor.
Lechner Karl: Seite 213,291,296,300
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"Die Babenberger"
Im gleichen Jahr 1229 verstärkte Herzog Leopold VI.
auch im SO seine Stellung. Sein jüngster Sohn Friedrich hatte sich
im Jahre 1226 mit Sophie, Tochter des
Kaisers
Theodor Laskaris von Nikaia und Schwester der ungarischen Kronprinzessin
(Frau des Prinzen Bela IV.) Maria,
vermählt. Bela hatte, im Konflikt
mit seinem königlichen Vater Andreas II.
1224 am Wiener Hof Zuflucht gefunden.
Im April 1242 kam es am Flusse Sajo nordwestlich von
Miskolc zur Schlacht mit den Mongolen, in der die Ungarn eine schwere Niederlage
erlitten. König Bela flüchtete
nach Österreich. Herzog Friedrich versprach Hilfe gegen Abtretung
von drei, nicht näher genannten Komitaten, darunter sicherlich Ödenburg,
das er auch bald besetzte. Auch einen Teil des ungarischen Kronschatzes,
der schon vorher nach Österreich gebracht worden war, hatte sich Friedrich
ausbedungen.
König Bela IV. von Ungarn,
der nach dem Abzug der Mongolen für den Wiederaufbau seines Landes
mit Hilfe deutscher Kolonisten Hervorragendes geleistet hatte, wartete
auf eine Gelegenheit, sich an seinem Nachbarn im Westen zu rächen
und die 1241 verpfändeten Komitate zurückzugewinnen. Er drang
Anfang Juni mit einem großen Heer, unterstützt von den Kumanen
und von russischen Hilfstruppen bis zur Leitha vor. Schon am St. Veits-Tag,
am 15. Juni 1246, kam es an der Leitha in der Nähe von (Wiener-)Neustadt
zur Schlacht, in der der Herzog als Sieger im Kampf den Tod fand.
Auch König Bela von Ungarn
versuchte mit Hilfe des Papstes und des Gegen-Königs
HEINRICH RASPE Österreich zu gewinnen, jedoch ohne Erfolg.
In der Folgezeit verband sich Gertrud von Babenberg mit König
Bela IV. von Ungarn, der auch seinerseits seine Ansprüche
auf babenbergisches Gebiet noch nicht aufgegeben hatte. Zugleich heiratete
sie 1252 den mit König Bela verwandten
Fürsten Roman von Halicz. 1253 unternahm Bela, verbündet mit
Herzog Otto von Bayern und Herzog Boleslaw von
Krakau und mit Roman, einen Angriff auf Mähren und Österreich.
Aber die Kämpfe endeten wenig erfolgreich und Roman konnte sich in
Österreich nicht durchsetzen. Unter Vermittlung des Papstes und des
Bischofs Bruno von Olmütz wurde am 3. April 1254 ein Friede zu Ofen
zwischen König Ottokar II. von Böhmen und König
Bela vereinbart. Danach verzichtete Ottokar auf die Steiermark
zugunsten König Belas, aber das
Gebiet von Wiener Neustadt und Pitten wurde von der Steiermark abgetrennt
und mit Österreich vereinigt. König Ottokar konnte die Gebietseinbuße
an Bela von Ungarn nicht verwinden.
Dazu kam, dass Bela nicht nur wenig Anklang in der Steiermark fand, sondern
sich auch in den Streit um die Nachfolge auf dem erzbischöflichen
Stuhl von Salzburg einmengte. So kam es zwischen den beiden Königen
erneut zum Krieg und am 12. Juli 1260 zur Schlacht bei Groißenbrunn
auf dem Marchfeld, in der Bela besiegt
wurde. In der Folge mußte König Bela
im Frieden von Wien am 31. März 1261 die Steiermark an Ottokar abtreten.
Dienst Heide: Seite 24-26
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"Die Schlacht an der Leitha"
Bela IV., wenige Jahre
älter als der babenbergische Herzog Friedrich II., war der älteste
Sohn aus der 1. Ehe des Königs Andreas II.
aus dem Geschlecht der ARPADEN mit
der ANDECHSERIN Gertrud, die 1213 im
Zuge einer nationalen Reaktion gegen die Begünstigung der mit der
Königin in das Land gekommenen Deutschen grausam ermordet wurde. Damals
schon hegte ein Teil der Verschwörer den Plan, den kleinen
Bela anstelle des Vaters zum König zu machen; und damit
wäre Ungarn von einer konservativen Adelsclique regiert worden. Früh
wurde Bela mit
Maria, der Tochter des byzantinischen
Kaisers Theodoros Laskaris, vermählt (1218); zwei Jahre
später, als die Verbindung mit der byzantinischen Prinzessin nicht
mehr opportun schien, wollte ihn sein Vater von ihr trennen (vgl. die ähnlichen
Vorgänge auf dem babenbergischen Hofe). Dem hohen Klerus gelang es
jedoch, Bela von der Unklugheit eines
solchen Schrittes zu überzeugen und ihn auf seine Seite zu ziehen,
was um so leichter gelang, da der junge König dem Vater ein zu mildes
Vorgehen gegen die Mörder seiner Mutter vorwarf.
Die Unzufriedenen, die sich in der Folge um Bela
scharten, rekrutierten sich nicht nur aus dem hohen Adel und der hohen
Geistlichkeit, sondern allmählich auch aus der Schicht der meist nichtmagyarischen
städtischen Händler und Gewerbetreibenden, besonders seit König
Andreas durch Unterzeichnung der ihm abgerungenen "Goldenen
Bulle" von 1222 (erneuert 1231), einer staatsrechtlichen Grundurkunde Ungarns,
den niederen Adel und das einheimische Magyarentum zu begünstigen
schien.
Erzogen von dem Gespan Miska und dessen Sohn Salomon,
von Jugend an von rivalisierenden Parteien für ihre Sonderinteressen
reklamiert, waren Zusammenstöße Belas
mit seinem im Temparemant grundverschiedenen Vater unvermeidlich. Ganz
im Gegensatz zum Vater fehlte es Bela
an militärischer Begabung; er konnte sich schwer zu etwas entschließen,
doch handelte er sehr überlegt, zielstrebig, zäh und energisch,
wenn es galt, einen einmal gefaßten Entschluß durchzuführen;
auch fehlte es ihm nicht an einem gewissen Organisationstalent. In häufigen
Auseinandersetzungen mit dem Vater, die ihn auch zweimal zur Flucht nach
Österreich bewogen (1224), erhielt er, der mit 8 Jahren bereits zum
König gekrönt worden war, 16-jährig die Verwaltung eines
eigenen Herzogtums, das mit Dalmatien, Slawonien und dem Gebiet zwischen
Donau und Theiß etwa ein Viertel des Königreiches umfaßte.
1226 übertrug ihm sein Vater Siebenbürgen, das kumanische Grenzgebiet,
wo er in der Unterwerfung und Bekehrung der Kumanen eine Aufgabe fand.
Nach dem Tode seines Vaters wurde
Bela im Oktober 1235 zum zweiten Male von Erzbischof Robert
von Gran in Stuhlweißenburg zum König gekrönt. Es erging
ein strenges Gericht über die Ratgeber seines Vaters; sogar die Königin-Witwe
Beatrix, Tochter des Markgrafen Aldobrandino von Este, wurde
gefangengenommen, entkam aber 1236 nach dem Westen. Bela
besetzte nahezu alle Führungspositionen neu und führte gemäß
seinem auf dem Prinzip der unbeschränkten Macht aufgebauten Herrscherideal
ein strenges Zeremoniell ein, wozu seine byzantinische Gemahlin das Ihre
beigetragen haben mochte. Er reorganisierte die Komitatsverwaltung und
zog allen Donationsbesitz ein, dessen Herkunft nicht einwandfrei nachgewiesen
werden konnte. Seine äußere Politik war auf den Ausbau der arpadischen
Vorherrschaft auf dem Balkan gerichtet.
Zunächst allerdings stellte die Tatareninvasion
den Bestand des ungarischen Königtums überhaupt in Frage und
führte klar vor Augen, auf welch schwachen Grundlagen die Herrschaft
Belas tatsächlich aufgebaut war. Ein großes Tatarenheer
(nach heutigen Vermutungen dürften es etwa 25.000 Mann gewesen sein)
hatte das Reich der Wolgabulgaren vernichtet und 1239/40 die russischen
Fürstentümer und die Hauptstadt Kiew sowie die Fürstentümer
von Halicz und die Kumanen in Abhängigkeit gebracht, aber immer noch
nahm man am ungarischen Hof die Gefahr nicht ernst. Den vor den Tataren
geflohenen Kumanen wurde die Ansiedlung auf ungarischem Boden erlaubt,
galten sie doch als gute Krieger und wurden als Abwehrkräfte geschätzt.
Aber als für Ungarn die Gefahr am größten war, wurde der
Kumanen-König Kuthen mit seiner Umgebung ein Opfer der ungarischen
Volkswut, womit dieser Volksstamm für die Landesverteidigung praktisch
ausfiel.
Ein zahlenmäßig zu kleines Heer stellte sich
auf offenem Felde der noch immer unterschätzten Tatarenmacht; die
schwankende Haltung des Königs und der Mangel an guter Führung
trugen das Ihre zur vollständigen Niederlage des von allen Seiten
eingeschlossenen ungarischen Heeres bei Mohi bei. König
Bela allerdings konnte entkommen und floh nach dem Westen, während
die Tataren in seinem Lande wüteten und nahezu alle festen Plätze
bis auf einige stärkere Burgen in Oberungarn eroberten; die Bevölkerung
aber floh in Wälder und Sümpfe. Von der Rolle des Herzogs Friedrich
von Österreich war bereits die Rede. Der König floh weiter zu
seiner Familie in die Festung Klissa in Dalmatien und, als die Tataren
im Winter 1241/42 die vereiste Donau überschreiten konnten und damit
ganz Ungarn in ihre Hand fiel, auf die sichere Insel Trau. Der zielstrebigen
Aufbauleistung nach dem Abzug der Mongolen, der den Zeitgenossen wie ein
Wunder erschien, verdankt Bela seinen Ruf als Neugründer Ungarns.
Über seine siedlungs-, finanz- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen,
über seine Verwaltungsreformen und über die Neuordnung der Komitats-
und damit der Wehrverfassung sowie über seinen Burgenbau wurde bereits
berichtet. Ab 1247 ließ der König eine neue Burg in Pest am
linken Donauufer errichten (das spätere Budavar bzw. Ofen), den Kern
der späteren Hauptstadt.
Schließlich erreichte er durch eine geschickte
Heiratspolitik auch eine Stabilisierung des Verhältnisse im Osten.
Die Fürsten von Tschernigow (Kiew) und Halicz, auch die Herzoge von
Polen wurden durch verwandtschaftliche Bande an Ungarn gebunden; besonders
bedeutungsvoll erwies sich die als unebenbürtig angesehene Ehe des
Kronprinzen
Stephan, der bereits 1245 als 14-jähriger zum König
gekrönt worden war, mit Elisabeth,
der Tochter eines christlichen Kumanenfürsten (1254).
Im Westen war nach der Niederlage von 1246 der Grenzkampf
auch während der kurzen Regierung Hermanns von Baden (+ 1248) fortgeführt
worden. Gelegenheit zum Eingreifen auf breiter Basis bot ein Hilferuf von
Hermanns Witwe, der BABENBERGERIN Gertrud, gegen Ottokar von Böhmen.
Bela
verheiratete Gertrud mit Roman von Halicz, verwüstete die österreichischen
Länder und schloß nach kriegerischen Auseinandersetzungen 1254
mit König Ottokar einen Frieden, der ihm den Besitz der Steiermark
bis zum Semmering sicherte. Dort konnte er sich bis zum steirischen Aufstand
von 1260 behaupten; ein Rückeroberungsversuch schlug fehl. Der 1260
geschlossene Friede zwischen den Königen von Böhmen und Ungarn
wurde durch die Hochzeit Ottokars mit Belas
Enkelin Kunigunde besiegelt.
Nun überließ König
Bela seinem kriegstüchtigen Sohn Stephan
als Ersatz für die verlorene Steiermark den siebenbürgischen
Osten; seinem jüngeren, 15-jährigen Sohn Bela
setzte er in das kroatisch-slawonisch-dalmatinische Herzogtum ein. Stephan
suchte sich in der Folgezeit mit Waffengewalt größere Unabhängigkeit
zu verschaffen und erreichte 1262 die faktische Teilung des Königreiches,
von dem er die östliche, größere, geringer bevölkerte
Hälfte des Landes bis zur Donau beherrschte. Ein Versuch König
Belas, die volle Herrschaft wiederzugewinnen (1264) scheiterte
nach langen, blutigen Kämpfen.
Gegen Ende seiner Regierung glückte König
Bela die Annäherung an Karl von
Anjou, König von Neapel, Sieger von Tagliacozzo und Herr
über das italienische Erbe des römisch-deutschen Kaisertums,
der an einer Verbindung nach Byzanz interessiert war. Die Doppelhochzeit
zwischen den Kindern König Stephans
und denen König Karls legte den
Grundstein zu der Herrschaft der ANJOU
in Ungarn, die etwa ein Jahrhundert währen sollte.
Am 3. Mai 1270 starb
König Bela in seinem Palast auf der Margareteninsel, der
Donauinsel im Stadtgebiet des heutigen Budapest. Ihr Name stammt von einer
Tochter König Belas, die dort
als Äbtissin des nach dem Mongolensturm gegründeten Dominikanerinnenklosters
lebte. Im gleichen Jahr folgte ihm seine Gemahlin in den Tod. Beide wurden
in der Minoritenkirche zu Gran (Esztergom) neben ihrem ein Jahr zuvor verstorbenen
zweiten Sohn, Bela, beigesetzt.
Obwohl die Gestalt König
Belas IV. nie richtig volkstümlich wurde, schätzte
man ihn als Neuorganisator Ungarns nach dem Mongolensturm und nahm ihn
als solchen in die Reihe der großen Könige im Milleniumsdenkmal
in Budapest auf, das aus Anlaß der tausendjährigen Wiederkehr
der magyarischen Landnahme im Jahre 1896 begonnen wurde.
1218
oo Maria Laskarina von Byzanz, Tochter des Kaisers
Theodor I. von Nikäa
- 1270
Kinder:
Margarete die Ältere
- 1242
Burg Clissa
oo Wilhelm von St. Omer/Theben
- nach 1265
Anna
1226/27- nach 1270
oo Rostislaw II. Großfürst von Kiew
um 1225-
1264
Kunigunde
- 1292
als Nonne
1239
oo Boleslaw V. Herzog von Klein-Polen
1226-10.11.1279
Elisabeth
1236-24.10.1271
1250
oo Heinrich I. Herzog von Nieder-Bayern
19.11.1235-3.2.1290
Margarete die Heilige Äbtissin auf der Haseninsel
27.1.1242-18.1.1271
Klissa Buda
Helene
um 1244- nach 1303
1257
oo Boleslaw der Fromme Herzog von Groß-Polen-Kalisch
1221-7.4.1279
Konstanze
-
1251/52
oo Leo I. König von Halicz
um 1228- 1301
Stephan V.
1240-6.8.1272
Bela Herzog von Slawonien, Kroatien und Dalmatien
-
1269
5.10.1264
oo Kunigunde von Brandenburg, Tochter
des Markgrafen Otto III.
- nach 8.6.1292
Literatur:
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Balazs György/Szelenyi Karoly: Die
Magyaren. Geburt einer Nation. Corvina Kiado Budapest Seite 76-87 - Franzl,
Johann: Rudolf I. Der erste Habsburger auf dem deutschen Thron, Verlag
Styria 1986, Seite 38,62,149,273 - Hoensch, Jörg K.: Matthias
Corvinus. Diplomat, Feldherr und Mäzen. Verlag Styria Graz Wien Köln
1998 Seite 261 - Hoensch, Jörg K.: Premysl Otakar II. von Böhmen.
Der goldene König. Verlag Styria Graz Wien Köln 1989 Seite 9,19,27,39,44,48,50,78,82,112-116,120,123-126,136,139,143,
160 - Kantorowicz, Ernst: Kaiser Friedrich der Zweite, Klett-Cotta
Verlag Stuttgart 1991, Seite 389,421,422,504 -
Kuthan, Jiri: Premysl
Ottokar II. König, Bauherr und Mäzen. Höfische Kunst im
13. Jahrhundert, Böhlau Verlag Weimar 1996 Seite 12,15,20,33,108,116,135,257,275,280,284,
300,326,329,371,385,388 - Lazar Istvan: Kleine Geschichte Ungarns.
Österreichischer Bundesverlag Wien 1990 Seite 75 - Lechner,
Karl: Die Babenberger Markgrafen und Herzoge von Österreich 976 -
1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite 213,291,296,300 - Lemberg
Eberhard Hans, Heimann Heinz-Dieter,
Luft Robert: Westmitteleuropa
- Ostmitteleuropa. Vergleiche und Beziehungen. Festschrift für Ferdinand
Seibt zum 65. Geburtstag, hg. von Winfried R. Oldenbourg Verlag München
1992, Seite 294,297,302,304-305,322,326 - Pohl Walter: Die Welt
der Babenberger. Schleier, Kreuz und Schwert, hg. von Brigitta Vacha, Verlag
Styria, Seite 7,8,274,279,282,286,290 -
Winkelmann Eduard: Kaiser
Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963,
Seite 223,388,389,390,459 - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen.
Messias oder Antichrist, Bechtle Esslingen 1998, Seite 205,231 -