Einziger Sohn des Grafen Heinrich Stuart Lord Darnley
und der Königin Maria Stuart von Schottland,
Tochter von König Jakob V.
Lexikon der Renaissance: Seite 360
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Jakob I., König von England und Irland 1603/25,
von Schottland (Jakob VI.) 1567-1625
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* 19.6.1566, + 27.3.1625
Theobalds (Herefordshire)
Dynastie STUART
Jakob I. war Sohn
von Maria Stuart und ihrem 2. Gemahl
Henry
Stewart, Lord Darnley. Nach dem erzwungenen Rücktritt seiner Mutter
wurde Jakob am 24.7.1567
König
von Schottland. Er erhielt eine gute Ausbildung, besonders in Sprachen
und Theologie, und entwickelte früh eigene literarische Ambitionen.
Mit 12 Jahren übernahm er nominell die Regierung, blieb aber noch
einige Jahre Mariontte im Kampf rivalisierender Hoffraktionen. Allmählich
entzog er sich der Bevormundung. Er strebte nach der englischen Thronfolge,
ging 1586 eine Allianz mit England ein (Vertrag von Berwick) und reagierte
auf die Hinrichtung seiner Mutter (1587) nur mit formalem Protest. 1589
heiratete er Anna von Dänemark.
Gegen Ende des 16. Jh. hatte sich Jakob in
Schottland als absoluter Monarch durchgesetzt. Als er nach dem Tode Elisabeths
I. (24.3.1603) König von England wurde, regierte
er auch dort autokratisch, ohne aber die Autorität, politische Erfahrung
und Fähigkeit seiner Vorgängerin zu besitzen und ohne die zunehmende
Stärke der im Unterhaus repräsentierten Kräfte (Gentry,
Bürgertum) in Rechnung zu stellen. In der Kirchenpolitik betonte Jakob
I., gestützt auf die anglikanischen Bischöfe, das
königliche Supremat und enttäuschte damit die Erwartungen sowohl
der Katholiken als auch der Puritaner. 1605 scheiterte ein Sprengstoffanschlag
katholischer Adliger auf ihn und das Parlament.
Die zunächst latente Oppoistion der Puritaner gegen
die Staatskirche und gegen Jakobs I.
Anspruch auf göttliches Königsrecht nahm zu, es gab Konflikte
zwischen Krone und Parlament wegen der Vergabe königlicher Monopole,
der Finanzforderungen des Hofes, prospanische Tendenzen in der Außenpolitik
und des zunehmenden Einflusses von Günstlingen. Insgesamt verschärfte
sich während Jakobs I. Herrschaft
in England der Gegensatz zwischen dem absolutistischen Staat und den bürgerlich-neuadligen
Klassenkräften. Jakob I. verfaßte
mehrere Schriften mittelmäßiger Qualität, unter anderem
eine "Demonology" (1597; forderte strenge Strafen gegen Hexerei), "The
true Law of Free Monarchies" (1598 anonym publiziert; theologische und
philosophische Begründung des göttlichen Rechts der Könige)
und "Counterblast to Tobacco" (1604 anonym publiziert; gegen den Tabakgenuß).
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Jakob I. Stuart wurde
als Säugling nach der Absetzung seiner Mutter zum König ausgerufen
und Murray, Lennox und Morton führten die Regentschaft. Er wurde calvinistisch
erzogen und der Mutter ganz entfremdet, für die er nichts tat. Er
galt als schwächlich, feige und pedantisch. 1603 folgte er seiner
Großtante Elisabeth I. auf dem
englischen Thron. Er war völlig mittellos und bat als erstes das Kabinett
um Geld. Er war ohne Gespür für Würde, unansehnlich, da
etwas verwachsen und gehbehindert, aber ein guter Reiter und leidenschaftlicher
Nimrod. Ihm haftete etwas koboldhaftes an, dazu kam ein Zungenfehler, der
zu unästhetischem Essen führte. Er war engstirnig, neigte zu
Vulgarität und Zoten und ständiger Unrast. Er hatte auch homosexuelle
Neigungen, was zu geschmacklosen Szenen führte. Er war ohne Verständnis
für das Selbstbewußtsein und die Funktion des englischen Parlamentes,
da er auf Grund seiner theologischen Studien ganz vom Gottesgnadentum durchdrungen
war. Er lebte verschwenderisch in dem Wahn, der englische König sei
reich. Er verweigerte Puritanern, die 1604 eine Sonderkirche bildeten,
und Katholiken, die sich durch das Bündnis mit Spanien von 1603 zum
Widerstand bestärkt fühlten, die Gleichberechtigung. Am 5.11.1605
fand die "Pulververschwörung" statt, die ein verschärftes Vorgehen
gegen alle "Dissenters" bewirkte, was wiederum zu verstärkter Auswanderung
führte (1620 "Pilgerväter" und "Mayflower compact").
Jakob stärkte die Hochkirche, da er ihr absolutes Haupt
war, initiierte 1611 eine neue Bibelübersetzung, die entscheidend
die Entwicklung der englischen Sprache und des Volkscharakters beeinflußte.
Er sperrte 1604-1617 Sir Walter Raleigh ein, den Hauptgegner der unbeliebten
prospanischen königlichen Politik, und ließ ihn 1618 auf spanischen
Wunsch hinrichten, da eine Goldexpedition nach Venezuela zur Behebung der
königlichen Finanzmisere scheiterte. Im "Great compact" von 1610
gewährte das Parlament dem König eine feste jährliche Apanage
anstelle von schwankenden Anteilen an Steuern und Zöllen, die entscheidende
Wende im Verhältnis König-Parlament, deren Streit sich steigerte,
da Jakob jede Rechenschaft über die Verwendung geforderter Gelder
ablehnte und das Parlament Mitsprache in der Außenpolitik verlangte
und feststellte, seine Privilegien rührten nicht vom guten Willen
des Königs her, sondern vom Volkswillen. Dem pfälzischen Schwiegersohn
leistete er nur lasch Hilfe und 1621 mußte er Sir Francis Bacon,
einen seiner großen Günstlinge, den er zum Ersten Kronanwalt,
Lordsiegelbewahrer und Lordkanzler gemacht hatte, fallenlassen. Jakob
ruinierte Finanzen und Ansehen Englands völlig.
3.12.1589
oo Anna von Dänemark, Tochter des Königs
Friedrich II.
12.10.1574-12.3.1619
Eine eitle, dumme verschwendungssüchtige Frau, die
ihren Mann bald in die Arme seiner Günstlinge trieb.
7 Kinder:
Heinrich Friedrich Prinz von Wales
19.2.1594-6.11.1612
Er war kraftvoll und gesund, die Hoffnung aller Royalisten.
Elisabeth
19.8.1596-23.2.1662
London London
24.2.1613
oo Friedrich V. Kurfürst von der Pfalz
26.8.1596-29.6.1632
Margarete
29.12.1598- bald
Karl I.
19.11.1600-30.1.1649
Robert
18.1.1602-27.5.1602
Marie
18.4.1605-16.12.1607
Sophie
22.6.1606-23.6.1606
Literatur:
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Kenyon John Philipps.: Die Stuart in: Die großen
Dynastien. Karl Müller Verlag 1996 Seite 125-138 - Panzer Marita
A.: Englands Königinnen. Von den Tudors zu den Windsors. Verlag Friedrich
Pustet Regensburg 2001 Seite 20,27,75,91,101,112-122,125,126,128, 172 -
Schreiber Hermann: Die Stuarts. Genie und Unstern einer königlichen
Familie. Bechtermünz Verlag GmbH Eltville am Rhein 1995 Seite 53,63,76,79-102,103,233,323
- Wende Peter: Englische Könige und Königinnen. Von Heinrich
VIII. bis Elisabeth II. Verlag C.H. Beck München 1998 Seite 84,87,
94-111,114,116,139,188,189 -
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Kenyon John Philipps.: Seite 125-138
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"Die Stuart"
Zum Zeitpunkt der Hinrichtung seiner Mutter warJakob
VI. 21 Jahre alt und hatte bereits 5 Jahre lang unter ziemlich
unsicheren Verhältnissen regiert. Er verschwendete wenig Gedanken
an seine Mutter, von der er nichts weiter als ihren Ruf als "päpstliche
Hure" kannte. Vielmehr schloß er mit Elisabeth
eine
Übereinkunft, wonach sein Thronrecht abgesichert wurde; in den Jahren
nach 1590 begann er, Schottland sein eigenes Regierungssystem aufzuzwingen,
denn er gedachte nicht, den Fehler seiner Mutter zu wiederholen. Er schaffte
es, trotz der erschreckenden Verarmung der Krone und dem Fehlen einer königlichen
Armee, einen triumphalen Erfolg für sich zu verbuchen. Mit List, Tücke
und diplomatischem Geschick setzte er sich gegen den Adel durch, einen
Adel allerdings, der durch mörderische, generationenlange Auseinandersetzungen
geschwächt war. Schließlich gelang es ihm sogar, diesen Adel
zu seinem Werkzeug zu machen. Gleichzeitig forderte er die mittleren Klassen
dazu auf, ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren. Er stellte die parlamentarische
Kontrolle sicher und erweiterte die Teilnahme des Parlaments an der Regierung.
Es gelang ihm sogar, die oppositionelle und unabhängige presbyterianische
"Kirk" in den Griff zu bekommen. Schließlich sicherte er 1589 noch
die Erbfolge durch seine Heirat mit Anna von Dänemark,
obwohl zu diesem Zeitpunkt seine sexuellen Neigungen bereits anders orientiert
waren; er zeugte drei vielversprechende Kinder, von denen das jüngste,
der spätere Karl I., im Jahre
1600 geboren wurde. In der damaligen Zeit besaß er bereits den Titel
des größten Königs von Schottland seit Robert
Bruce, und 1603 feierte er seine Triumphe mit einem neuen Buch,
The True Law of Free Monarchies, in dem er sehr umfassend die damals moderne
Doktrin von dem göttlichen Königsrecht darlegte; denn dieser
bemerkenswerte Mann war auch ein bedeutender Gelehrter und erfahrener Autor,
dem mehrere Bücher, religiöse Traktate und Gedichtbände
zugeschrieben werden können. Der Tod Elisabeths
machte
seine sofortige Anwesenheit in London erforderlich und brachte ihm den
englischen Thron ein.
Leider gelang es Jakob VI. von
Schottland nicht, den gleichen Erfolg auch als Jakob
I. von England (1603-1625) zu erzielen. Seine Vorgängerin
brachte ihm kein Glück. Denn noch als alte Frau hatte Elisabeth
Glanz und Macht auf ihre Umgebung ausgestrahlt. Sie hatte "Stil" und zeigte
in ihren Anschauungen, ihren Worten und Taten diese undefinierbare Geradlinigkeit,
die allen TUDOR und STUART
- mit Ausnahme von Jakob I. - gemein
war. Er hingegen war ungeschlacht, schwerfällig und ohne Würde.
Seine gewöhnlichen Gesichtszüge, die auf seinen Porträts
zutage treten, lassen so etwas wie fragende Ängstlichkeit spüren.
Eine angeborene Schwäche in den Beinen machte es ihm nahezu unmöglich,
würdevoll zu schreiten oder gar zu stehen. Seine plumpe Vertrautheit
wirkte an einem Hof, der die geheimnisumwobene Majestät der alten
Königin gewohnt war, beinahe schockierend. Der französische Botschafter
machte dazu folgende Bemerkung: "Wenn er sich der Sprache eines Königs
bedienen will, hat er den Ton eines Tyrannen, und wenn er leutselig wird,
ist er gleich vulgär." Es war doppeltes Pech, dass seine erste Aufgabe
darin bestand, den spektakulären Kriegsapparat, an dessen Spitze Elisabeth
solche
Erfolge erzielt hatte, zu demontieren. Der Friede mit Spanien war lebensnotwendig,
brachte aber Jakob keinerlei Vorteil
ein; sein Lieblingsmotto beati pacifi wurde von einem Volk, das noch seinen
Träumen von Kriegsabenteuern nachhing, schlecht aufgenommen.
Die von ihm mitgebrachte, in Schottland erfolgreiche
Verfahrensweise konnte hier keine Anwendung finden. Es gelang ihn nicht,
die Kompliziertheit und Komplexität der englischen Verwaltung zu durchdringen.
Er war in starken Maße von der Unterstützung Robert Cecils,
dem Earl von Salisbury, abhängig, der schon unter Elisabeth
wichtigster Minister gewesen war. Nach seinem Tode konnte er keinen geeigneten
Ersatz mehr finden. Die Politik in Schottland war die Politik einer kleinen
Gruppe; Jakob war auf Diskussionen
eingestellt, deren Teilnehmer er gut kannte und bei denen er genügend
Zeit zur Verfügung hatte. Heutzutage würde er einen erstklassigen
Schlichter in der Industrie abgeben. Damals sah er sich jedoch außerstande,
ein Organ wie das House of Commons in den Griff zu bekommen, zu dem ihm
der direkte Zugang versagt war. Er war ebenfalls bestürzt darüber,
dass der englische Hochadel - obwohl wohlhabend genug - im Verhältnis
zu den schottischen Adligen zahlenmäßig viel geringer und fast
ohne Einfluß war. Auf der anderen Seite brachten ihm die Commons
Mißtrauen entgegen, weil er seit 50 Jahren der erste männliche
Regent war und sich öffentlich zum göttlichen Königsrecht
bekannt hatte, so dass sie als Reaktion darauf betont auf ihre Rechte und
Privilegien bedacht waren. Bei einem Versuch, mit ihnen ins Gespräch
zu kommen, nahm Jakob Zuflucht zu langen,
pedantischen und herablassenden Reden und ließ, als keinerlei Zustimmung
zu spüren war, seiner Gereiztheit freien Lauf. Das Ergebnis war, dass
er dem Parlament niemals die Erhöhung der königlichen Einkünfte
abringen konnte, die durch die steigende Inflation dringlich geworden war.
Die Notwendigkeit einer Erhöhung wurde durch
Jakobs Extravaganz noch verstärkt sowie durch seine rührenden
Versuche, mit anderen Monarchen an Aufwand konkurrieren zu wollen, wozu
vor allem die seine Regierungszeit charakterisierenden Werke von Inigo
Jones gehörten. Seine Unfähigkeit, mit Geld umzugehen, war sprichwörtlich;
so war das Parlament nicht bestrebt, seinen aufsehenerregenden Neigungen
nachzugehen; überdies kannte man seine Motive noch nicht genau.
Nach einer langen Reihe erfolglosen Verhandlungen trennt man sich 1610
in offener Feindschaft.
Von diesem Augenblick an ging es mit der Regierung, an
deren Spitze ein bankrotter und alternder König stand, unaufhaltsam
bergab. Diese Entwicklung endete mit Ereignissen, deren erschütternde
Wirkung noch lange widerhallen sollte; dazu gehörte das "Addled Parliament"
von 1614, das, wie sein Name besagt, ein "unfruchtbares" Parlament war,
was Jakob zu der Bemerkung veranlaßte: "Ich bin überrascht,
dass meine Vorfahren die Existenz einer solchen Institution gefördert
haben"; außerdem zählten hierzu der große Skandal im Jahre
1616, in den sein wegen Mord und Hexerei beschuldigter Günstling,
der Earl von Somerset, verwickelt war, sowie 1618 die Exekution von Sir
Walter Raleigh, dem großen Volkshelden der Elisabethanischen Zeit,
der geopfert werden mußte, um die spanische Regierung zufriedenzustellen.
Es gab aber auch andere Ereignisse, die ihn in Mißkredit
brachten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man die offensichtlichen, homosexuellen
Neigungen Jakobs im allgemeinen übergangen;
seine Liebhaber waren zwar kostspielig und habgierig, sie hatten aber,
im Gegensatz zu denen von Elisabeth,
keinerlei Einfluß auf die Staatsgeschäfte. Dies änderte
sich jedoch schnell, als der sympathische und ehrgeizige junge Emporkömmling
George Villiers, der in rascher Folge Graf, Marquis und schließlich
Herzog von Buckingham wurde, 1616 die große Liebe des alternden Königs
wurde. Die Tatsache, dass ihm die Regierungskontrolle voll und ganz übertragen
wurde, wirkte sich auf die herrschende Klasse, insbesondere auf den Adel,
sehr befremdend aus. Wider alle Erwartungen konnte er auch bei dem jungen
Prinzen
Karl seinen Einfluß geltend machen, wodurch der Fortbestand
seiner Machtposition gesichert schien. Der vernarrte Jakob
verteidigte
sich auf die für ihn typische Art und Weise mit den Worten: "Jesus
Christus tat das gleiche, und deshalb kann man mir auch keinen Vorwurf
machen. Christus hatte seinen Johannes und ich habe meinen George."
Buckingham nahm die erste sich ihm bietende Gelegenheit
wahr, um die verherrlichte Kriegssituation der Regierungszeit Elisabeths
wiederherzustellen.
Er scheiterte dabei aber an den inzwischen nach 1620 gewandelten Verhältnisse,
woran letztendlich auch Karl I. zugrunde
ging. 1618 lehnte sich Böhmen gegen das Haus
HABSBURG auf, und der Schwiegersohn
Jakobs, der Kurfürst von der Pfalz, nahm unklugerweise
die ihm angebotene Krone an und wurde infolgedessen 1620 von dem spanischen
und kaiserlichen Heer wieder seines Amtes entsetzt. Das Volk verlangte
im Namen der beliebten Prinzessin Elisabeth und
ihres Gatten ein Eingreifen in den Krieg, doch das im Jahre 1621 einberufene
Parlament verweigerte die dafür notwendigen Mittel. Statt dessen brachte
es eine Anklage gegen den Lordkanzler Francis Bacon vor und verstrickte
den König in eine heftige Auseinandersetzung über die Redefreiheit.
Einem allerletzten "Beschwichtigungs"versuch des Königs wurde stattgegeben,
so dass Karl mit Buckingham nach Spanien
reisen konnte, um eine Eheallianz auszuhandeln. Sie kehrten jedoch zutiefst
gedemütigt und ohne spanische Prinzessin zurück. Mit Hilfe eines
neuen, chauvinistisch eingestellten (obgleich immer noch sparsamen) Parlaments,
das 1624 zusammentrat, setzten sie sich dann über die von Jakob
vertretene
Friedenspolitik hinweg und stürzten die Nation in den Krieg.
Jakob starb 1625
als
ein enttäuschter desillusionierter Mann. Sogar sein auf staatsmännischem
Denken basierender Plan, Schottland und England zu vereinigen, war abgelehnt
worden. Das Ausmaß seiner unheilvollen Regierung wird allerdings
oftmals übertrieben. Er war ein nachgiebiger Mann und zeigte viel
Geschick bei der Entschärfung gefährlicher Situationen. So war
es ihm, dank seiner Begabung für Verhandlungen im kleinen Kreise,
bei der 1604 nach Hampton Court einberufenen Konferenz gelungen, das Problem
des Puritanismus zu regeln, das für seinen Sohn unlösbar erschien.
Obwohl sein Verhältnis zum Parlament niemals als gut bezeichnet werden
konnte, vermied er bis 1621 jede direkte Konfrontation.