Einziger Sohn des Königs
Alexander II. von Schottland aus seiner 2. Ehe mit der Marie
de Coucy, Tochter von Graf Enguerrand III.
Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 368
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Alexander III., König von Schottland 1249-1286
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* 4. September 1241, + 19. März 1286
Sohn von Alexander II. und Maria von Coucy
Da Alexander III. noch
minderjährig war, als er an die Regierung kam, konnte sich Heinrich
III. von England immer wieder in die schottischen Angelegenheiten
einmischen, was durch die Ehe Alexanders
mit Heinrichs Tochter
Margarete (1251) noch unterstützt wurde. Innerhalb des
schottischen Adels kämpften zwei Parteien um die Macht: die Comyns
und Alan Durward mit seinem Anhang. Nach 1258 vermochte sich Heinrich
in Schottland nicht mehr durchzusetzen. Wie sein Vater versuchte Alexander
III., das westliche Hochland und die Inseln zu unterwerfen und
forderte König Hakon IV. von Norwegen 1263
zu einem Großfeldzug heraus, der von den Schotten in der Schlacht
von Largs zurückgeschlagen wurde und mit dem Tode Hakons
endete. Mit dem Vertrag von Perth 1266 trat Norwegen die Hebriden und die
Insel Man an Schottland ab. Alexander III. verhielt
sich Eduard I. von England gegenüber
freundlich, aber unnachgiebig. So entsprach er zum Beispiel nicht seiner
Forderung nach Huldigung für Schottland. Während Alexanders
III. Regierungszeit entwickelten sich im schottischen Recht
und in der Verwaltung die meisten Institutionen, die das spätere schottische
Königreich im Mittelalter kennzeichnen, zum Beispiel regelmäßige
Parlamente, die denen in England ähnlich waren. Die Kinder von Alexander
III. und Margarete (+ 1275) überlebten
den Vater nicht. Die Enkelin Margarete, "the Maid
of Norway", wurde schottische Nachfolgerin und als solche formell
anerkannt. Alexander III. heiratete
1285 Yolande von Dreux und starb 1286
an einem Sturz vom Pferd.
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Alexander III. folgte
1249 in einer Zeit verheerender Adelsfehden und Regentschaftskriege, dazu
ständiger Grenzkriege mit England und Norwegen. Der englandfreundliche
Adelsblock unter dem Highstuart Alexander Stuart inhaftierte Alexander
von 1255 bis 1258. 1263 schlug er bei Largs König
Hakon von Norwegen, als dieser den Piraten der Hebriden zu Hilfe
kam und gewann damit die Hebriden, Man, Skye und Mull. In
den englischen Bürgerkriegen befreite er sich von der englischen Hoheit.
Alexander III. zeigte sich als geschickter
Politiker, suchte und fand mehrmals gute Ausgleiche, ging energisch gegen
das barbarische Clan-Fehdeunwesen vor, ordnete die Rechtspflege und verringerte
den Einfluß der großen Barone auf die Rechtsprechung. Er starb
in der Nacht vom 18. auf den 19. März, als er zu seiner Frau
Jolanthe ritt, die ihn in der Burg Kinghorn am Strand
von Fife erwartete. Sein Pferd soll plötzlich gescheut und Alexander
über die Klippen hinunter in die schäumende See geworfen haben.
26.12.1251
1. oo Margarete von England, Tochter des Königs
Heinrich III.
1240-26.2.1274
14.10.1285
2. oo 1. Jolanthe de Dreux, Tochter des Grafen
Robert IV.
1263- 1322
Kinder:
1. Ehe
Alexander Erb-Prinz
26.1.1263-28.1.1283
Margarete
28.2.1260-9.4.1283
31.8.1281
oo Erich II. König von Norwegen
1268-15.8.1299
David
20.3.1272- 6.1281