Begraben: Neumünster
Sohn des N.N.
Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 1622
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Vicelin, Bischof von Oldenburg1149-1154
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* um 1090, + 12. Dezember 1154
Begraben: Neumünster
In Hameln und Paderborn ausgebildet, spätestens 1118 Leiter der Bremer Domschule, ging Vicelin wohl 1122/23 zum Studium nach Laon. Prägend war die Begegnung mit dem Stift Premontre, das Norbert von Xanten leitete. Als Erzbischof von Magdeburg weihte Norbert am 25. Juli 1126 Vicelin zum Priester. Erzbischof Adalbero von Hamburg-Bremen beauftragte ihn mit der Mission der Wagrier, die aber der Tod des Fürsten Heinrich von Alt-Lübeck (1127) verhinderte. Vicelin gründete im deutsch-slavischen Grenzraum das Augustinerchorherrenstift Neumünster und fand die Unterstützung Kaiser LOTHARS III., der 1134 in Segeberg eine Burg und ein Chorherrenstift errichtete. Nach der Neugründung des Bistums Oldenburg 1149 weihte Erzbischof Hartwig I. von Hamburg-Bremen Vincelin am 25. September zum Bischof, der zugleich Propst von Neumünster und Segeberg blieb; die dortige Lebensweise folgte neben den monita Vincelins wohl der als Ordo monasterii bezeichneten Fassung der Augustinerregel, also der 'strengeren Richtung der Reformkanoniker' (Elm). Vicelin, der unablässig, doch unter schweren Rückschlägen als Buß- und Glaubensprediger bei Holsten uns Slaven wirkte (Helmhold von Bosau), wurde wegen des Konflikts um die Ausstattung und Besetzung der nordelbischen Bistümer erst 1150 von Herzog Heinrich dem Löwen mit dem Bistum Oldenburg investiert. Nach seinem Tod wurde Vicelin in Neumünster bis zur Reformation als Heiliger verehrt.
Literatur:
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GAMS V/2, 1984, 63ff. - W. Lammer, Das HochMA bis zur
Schlacht von Bornhöved (Gesch. Schleswig-Holsteins, 4/I, 1981) - K.
Elm, Christi cultores et novell ecclesie plantatorees (Pontificio comitato
di scienze storiche. Atti e dicumenti I, 1989), 148-157.