Moimir I.                                                   Herrscher des Großmährischen Reiches (830-846)
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    -   846
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 720
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Mojmir I.
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Der erste in den Quellen (Annales Fuldenses: Moimarus) erwähnte Herrscher des Großmährischen Reiches (ca. 830-846), nach dem die Dynastie der „MOJMIRIDEN" benannt wird. Mojmir I. trat wohl um 830 seine Herrschaft an. 833-836 vertrieb Mojmir Pribina, Fürst von Nitra, und dehnte seine Macht bis in die W-Slowakei aus. Unter der Regierung Mojmirs I. wurden fürstliche Zentralgewalt und Gesellschaftsstruktur des Großmährischen Reiches gefestigt. Offene Auseinandersetzungen mit dem ostfränkischen Reich, wo Pribina Zuflucht gesucht hatte, gab es zunächst nicht, und die Haltung Mojmirs gegenüber den bayerischen Einflüssen, die aus Salzburg und Passau kamen, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wurde Mojmir I. 846 von Ludwig dem Deutschen abgesetzt, wohl im Verlauf des ersten bekannten ostfränkischen Feldzugs gegen Mähren; mit Zustimmung der Franken folgte dann Rostislav, der Neffe Mojmirs I., als Herrscher. Doch könnte der Feldzug Ludwigs auch erst nach dem Tode Mojmirs I. (846) zur Unterstützung Rostislavs stattgefunden haben.


Dümmler Ernst: Seite 34,284
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"Geschichte des Ostfränkischen Reiches"

Über Mähren gebot damals Herzog Moimir, der wahrscheinlich das ursprünglich gespaltene Volk zuerst unter ein Haupt brachte und demselben hierdurch eine Macht verlieh, durch welche die der zahlreichen Böhmen in den Schatten gestellt wurde. Wie er selbst gegen das Christentum gesinnt war, wissen wir nicht, erst von seinem Nachfolger läßt sich nachweisen, daß derselbe die Taufe empfangen.
Nachdem Ludwig der Deutsche zuerst, wir wissen nicht gegen welche der nördlichen Völkerschaften über die Elbe gegangen, zog er sodann mit ansehnlichen Streitkräften gegen Moimir, den Herzog von Mähren ins Feld, dessen wachsende Macht ihn beunruhigte. Um die Mitte August 846 drang er in sein Gebiet ein, entsetzte ihn aufgrund der Beschuldigung, daß er sich vom fränkischen Reich habe losreißen wollen seiner Herzogswürde und erhob statt Moimir seinen Neffen Rastis oder Rastislaw.

Mühlbacher Engelbert: Seite 204
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"Deutsche Geschichte unter den Karolingern"

Im Gegensatz zu den Böhmen war in Mähren das Volk unter einem Oberhaupt vereinigt. Damals herrschte Herzog Moimir. Die Abhängigkeit vom Frankenreich blieb eine lose, schwankende. Moimir versuchte sie ganz zu beseitigen. Ludwig zog 846 gegen die "auf Abfall sinnenden" Mährer zu Felde und "ordnete die Verhältnisse nach seinem Ermessen"; er bestellte Rastislav (Rastiz), einen Neffen Moimirs, zum Herzog.
 
 
 
 
 
 
 
 


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