Goldmünzen im Mittelalter

Goldmünzen dienten im Mittelalter neben Silbermünzen als Bezahlungsmittel, doch von der Spätantike bis ins Frühmittelalter gab es nur wenige Münzen und man nutzte auch ungemünztes Metall als Zahlungsmittel. Die vorhandenen Goldmünzen waren Kopien von römischem Geld und bei den Münzverordnungen legte man meist nur das Gewicht fest und ließ die Gestaltung wie sie war.
Brakteaten und neue Motive
Zwischen der Mitte des 12. Jahrhunderts und dem 14. Jahrhundert wurden vor allem Brakteaten als Zahlungsmittel genutzt. So bezeichnet man einseitig geprägte Münzen, die vor allem aus Silber hergestellt wurden. Goldmünzen waren nach wie vor Mangelware und man versuchte mit allen Mitteln, Gold künstlich herzustellen, weil Aristoteles vermutet hatte, dass Gold aus anderen Metallen im Erdinneren entstehen könne. Die einseitig geprägten Brakteaten wurden immer wieder verrufen, also von ihren Besitzern zurückgefordert und gegen eine geringere Menge an neuen Münzen getauscht. Das galt damals als übliche Praxis einer Steuererhebung und wer heute genau wissen möchte, wie seine Rente besteuert wird, kann das ganz einfach auf http://www.finanzrechner.org/sonstige-rechner/rentenbesteuerungsrechner/ nachrechnen lassen. Goldmünzen wie die Augustale von Friedrich II. gehörten im Mittelalter zu den selten genutzten Münzen und erst im 13. Jahrhundert prägte man wieder vermehrt neue Goldmünzen. Dieser Trend ging von Italien aus und neben Herrscherbildern wurden nun auch vermehrt andere Motive geprägt. Die in Venedig und Florenz geprägten Dukaten beherrschten auch im heutigen Deutschland bald das Bild in den Geldbörsen und vor allem in Frankreich und England nutzte man die italienischen Münzen als Vorbild für eigene Prägungen.
Die Goldene Bulle
Als der Kaiser 1356 mit einer Goldenen Bulle das Münzrecht der deutschen Kurfürsten anerkannte, kam man auch hierzulande auf den Geschmack der Goldmünzen. Bis 1871 gaben viele Staaten in Deutschland dann ihr eigenes Geld und damit eigene Goldmünzen aus, was für eine große Vielfalt sorgte. Trotzdem bekam der einfache Bauer natürlich nur selten eine Goldmünze zu sehen und im Alltag nutzte man eher Silber oder andere Edelmetalle zur Bezahlung von Lebensmitteln oder kleinen Dienstleistungen.




