Einzige Tochter der Königin
Isabella
I. von Jerusalem aus dem Hause ANJOU
aus ihrer 2. Ehe mit dem Markgrafen
Konrad
I. von Montferrat
Brandenburg Erich: Tafel 19 Seite 39
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XIV. 427 b. MARIA, Erbin des
Königreichs
Jerusalem
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* 1191, † 1212 nach 15. IV.
Gemahl:
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1210 14. IX.
Johann von Brienne, König von Jerusalem
† 1237
21.
III.
MARIA DI MONTFERRAT
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* 1191, † 1212
1205/06 Königin von Jerusalem und gekrönt 1210; Regent ist Seneschall Johann Ibelin
1210
oo
JOHANN II. DE BRIENNE
† 1237
MARIA
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* 1191, † 1212
1210 Königin von Jerusalem
1210
oo JOHANN I. VON BRIENNE
† 1237
1210 König von Jerusalem
1229-1237 Mit-Kaiser von Byzanz
Maria, jetzt 13
Jahre
alt, folgte ihrer Mutter Isabella
auf
den Thron; und Johann von Ibelin,
der Herr von Beirut, wurde zum
Regenten
ernannt. Ob er noch von der sterbenden Königin namhaft gemacht
oder
von den Baronen gewählt wurde, ist unbekannt. Johann von Ibelin
konnte
als Regent für seine Nichte,
Königin
Maria, drei Jahre lang ungestört regieren.
Im Jahre 1208 vollendete die Königin ihr 17.
Lebensjahr,
und es war Zeit, einen Gemahl für sie zu finden. Im Frühjahr
1210 teilte
König
Philipp von Frankreich
mit, dass ein Ritter aus der
Champagne namens Johann
von Brienne die Stellung angenommen habe. Es war eine
enttäuschende
Wahl. Johann war ein mittelloser
jüngerer
Sohn, der bereits das Alter von 60 Jahren erreicht hatte. Um ihn
annehmbarer
zu machen, gaben ihm König Philipp
und Papst Innozenz
ein jeder eine Mitgift von 40.000 Pfund Silber.
Johann von Brienne
landete am 13. September 1210 in Akkon. Am nächsten Tag
vermählte
ihn der Patriarch Albert von Jerusalem mit Königin
Maria, und am 3. Oktober wurde das Königspaar zu Tyros
gekrönt.
Im Jahr 1212 starb die junge Königin,
nachdem
sie einer Tochter das Leben
geschenkt hatte, die nach ihrer
Großmutter
Isabella
genannt wurde, aber für gewöhnlich als Jolande
bekannt war. Der Tod der Königin ließ Zweifel an Johanns
rechtlicher
Stellung aufkommen.
Mayer Hans Eberhard: Seite 205,220-222
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"Geschichte der Kreuzzüge"
Thronfolgerin Isabellas I. war das Kind aus zweiter Ehe Maria la Marquise, so genannt nach ihrem Vater, dem Markgrafen Konrad. Zum Bailli (Regenten) wurde Johann von Ibelin, der "alte Herr von Beirut" bestellt, der ein nicht erbberechtigter Halbbruder der Königin Isabella war. Seine Regentschaft dauerte bis 1210. Dann wurde Maria la Marquise verheiratet, und zwar mit Johann von Brienne, der 42 Jahre älter war als sie.
Lehmann Johannes: Seite 303,312
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"Die Kreuzfahrer. Abenteurer Gottes."
Im folgenden Jahr bekam die 19-jährige Isabella
eine Tochter, die man nach ihrer
byzantinischen Großmutter Maria
nannte.
Isabella
hinterließ
fünf Töchter:
Maria von Montferrat,
Alice
und Philippa von Champagne und
Sibylle
und Melisende von Lusignan.
Maria
von Montferrat, erst 13 Jahre alt, wurde Königin
von
Jerusalem, während Isabellas
Halbbruder Johann von Ibelin,
der "alte Herr von Beirut" die
Regentschaft
übernahm. Die 19-jährige Maria verheiratete
man im September 1210 mit einem französischen
Ritter aus der
Champagne
mit Namen Johann von Brienne,
einem
völlig verarmten und mittellosen Herrn im reifen Alter von 60
Jahren;
er war der einzige gewesen, der sich breitschlagen ließ,
König
von Jerusalem zu werden. Zwei Jahre nach der Hochzeit starb Maria
von Montferrat und hinterließ eine Tochter, die nach
ihrer
Großmutter Isabella
hieß,
aber meist Jolande genannt wurde.
Röhricht, Reinhold: Seite 699-702
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"Geschichte des Königreichs Jerusalem (1100-1291)."
In einer Reichsversammlung, welcher unter dem
Vorsitz
des Patriarchen Albert die
Meister der drei Ritterorden, fast alle
Prälaten
und Barone beiwohnten, wurde lange darüber beraten und endlich
beschlossen,
an den König
Philipp von Frankreich eine
Gesandtschaft zu schicken und von ihm Rat zu erbitten [1 Ercal.
306; Gestes 18 (Ann. de Terre Sainte 436). Ernoul 408 meldet, daß
bereits in der Versammlung der Name des Grafen genannt wurde. Nach
Matth.
Paris II, 437: "consensu cleri et populi electus est vir Johannes
de Breines." Da Isabella
sich mit Konrad von Montferrat
Ende
November 1190 vor Accon vermählte (vgl. oben Seite 538), so wird
ihre
Tochter Maria (1208)
vielleicht
nahe
an 17 Jahre oder etwas jünmger gewesen sein.]. In Folge dessen
segelten
Aymar von Layron, Herr von Caesarea, und Bischof Walter von Accon nach
Marseille (1208) und kamen auch glücklich zum König, der den
Grafen
Johann von Brienne dringend empfahl. Die Gesandten legten,
da
der Graf annahm, den Eid der Treue für sich und ihre Auftraggeber,
sowie alle königlichen Rechte in seine Hand, und dieser schwor,
die
angetragene Thronerbin Maria zu
heiraten
und zum Johannisfeste über zwei Jahre Frankreich zu verlassen.
Hierauf
kehrten die Gesandten nach Accon zurück.
Da bald darauf die Ankunft des Königs erwartet
wurde,
so wurden ihm drei Schiffe als Ehrengeleit von Accon aus
entgegengeschickt,
aber die Landung konnte, da der Nordwind stark wehte, nicht direkt in
Accon
erfolgen, sondern südlich davon, worauf er in feierlichem Zuge
nach
der Stadt begleitet wurde (13. September 1210); schon am folgenden Tage
(14. September) wurde er mit Maria vermählt
[1 Rob. Altissiod. 276 (zum Jahre 1209): Ercal. 311: wie
selbstverständlich
ist, erfolgte die Trauung in der heil. Kreuzkirche oder Cathedrale von
Accon (Recits 74-75, wonach die daran schließenden Festlichkeiten
8 Tage dauerten). Über Beirut als Krönungsstadt vgl. oben
Seite674,
Note 2.] und am 3. Oktober in Tyrus durch den Patriarchen zum
König
gekrönt.
Nicht lange nachher (1212)
verlor König
Johann seine Gemahlin Maria,
die in der Cathedrale von Accon beigesetzt wurde und eine Tochter
Isabelle hinterließ, welche später die Gemahlin FRIEDRICH
II. wurde [5 Ercal. 319 (Ernoul 311); Recits 75-76;
vgl. Potthast No. 4639, 4642-4643. Die letzte Urkunde, worin Johannes'
Gemahlin Maria als noch
lebend erwähnt wird, siehe bei Delaville le Roulx, Invent. No. 206
(15. April 1212), so daß also Marias
Tod nach diesem Datum anzusetzen sein wird.].
14.9.1210
oo 1. Johann Graf von Brienne
1144/70 † 16.3.1237
Kinder:
Isabella II. Königin von Jerusalem
1212 † 8.5.1228
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des
Großen
Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 19 Seite 39 -
Horst,
Eberhard: Friedrich der Staufer, Claassen Verlag Düsseldorf 1989,
Seite 117 - Kugler Bernd: Geschichte der Kreuzzüge.
Reprint-Verlag-Leipzig
1880 - Lehmann Johannes: Die Kreuzfahrer. Abenteurer Gottes.
Gondrom
Verlag Bindlach 1991 Seite 303,312 - Mayer Hans Eberhard:
Geschichte
der Kreuzzüge, Seite 205,220-222 - Norwich John Julius:
Byzanz.
Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH,
Düsseldorf
und München 1993 Band III Seite 227 - Röhricht,
Reinhold:
Geschichte des Königreichs Jerusalem (1100-1291). Verlag der
Wagnerschen
Universitäts-Buchhandlung 1898 Seite 696,699-702 - Runciman,
Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag
H.C.
Beck München 1978, Seite 803,839,859,869-870,909-911,1107 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs-
und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer
Verlag 1994 Tafel 459 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 172 - Zöllner Walter:
Geschichte
der Kreuzzüge. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1977
Seite 148 -