Ayaz ibn Ilghazi
Ortoqiden-Emir
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†
nach 1115
Sohn des Emirs Ilghazi
von Mardin und
Aleppo aus dem Hause der
ORTOQIDEN
Runciman, Steven: Seite
430,431,434,436,437,438
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"Geschichte der
Kreuzzüge"
Maudud verschaffte sich Hilfe von Soqman
von Mayyafaraqin, von Ilghazis
Sohn Ayaz, den kurdischen
Fürsten Ahmed-Il von Maragha und Abu'l
Haidscha von Arbil und einigen persischen Großherren. Im
Juni 111 waren die Verbündeten bereit und zogen rasch gegen die
Gezira, um Joscelins Festung
Turbessel zu belagern.
Angesichts der fränkischen Heeresmassen,
die einige
sechzehntausend Mann zählten, zog sich Maudud vorsichtig in die Mauern von
Schaizar zurück und ließ sich nicht zu offener Feldschlacht
herauslocken. In seinem Heer standen die Dinge nicht zum Besten. Toghtekin wollte nur Hilfe leisten,
wenn Maudud sich verpflichtete,
den Feldzug weiter nach Süden zu verlegen, was strategisch viel zu
gefahrvoll war. Der Kurde Bursuq
war krank und wollte in seine Heimat zurückkehren. Soqman starb plötzlich; und
seine Truppen zogen mit seinem Leichnam nach Norden ab. Ahmed-Il wurde sofort
fahnenflüchtig, um zu versuchen, einen Teil des Erbes zu
schnappen. Ayaz der Ortoqide
blieb; aber sein Vater Ilghazi
griff den Trauerzug mit Soqmans Bahre
an, in der vergeblichen Hoffnung, seine Schätze an sich zu
bringen. Da seine Streitkräfte solcherart täglich geringer
wurden, konnte Maudud nicht
zum Angriff übergehen; und den Winter so weit von seinem
Standquartier zu verbringen, war er nicht gewillt. Also trat er im
Herbst den Rückzug nach Mossul an.
Im Jahr 1113 begann König
Balduin einen
Feldzug gegen Toghtekin von Damaskus,
dem es nun endlich gelang, sich die Hilfe Maududs und Ayaz'
des Ortoqiden zu verschaffen. Die mohammedanischen
Bundesgenossen lockten den König auf damaszenisches Gebiet, nach
Sennabra am oberen Jordan, wo er, seine gewohnte Vorsicht vergessend,
angegriffen wurde und eine schwere Niederlage erlitt.
Ilghazi von Mardin weigerte
sich, sich dem Zug anzuschließen. Folglich rückte das Heer
als erstes gegen Mardin vor, woraufhin Ilghazi
sich bereit erklärte seinen Sohn
Ayaz mit einer Abteilung turkmenischer Truppen zu entsenden.
Die Mohammedaner saßen zwei Monate vor Edessa; aber die
Belagerung mußte letztlich aufgehoben werden.
Aber noch ehe die Mohammedaner sich das Bündnis zunutze machen
konten, geriet Il-Bursuqi mit Ayaz dem Ortoqiden in Streit und
setzte ihn gefangen. Ayaz'
Vater bot daraufhin seine Sippe und seine Turkmenen auf und zog gegen Il-Bursuqi, den er vernichtend
schlug und zum Rückzug nach Mossul zwang.
Auf das Gerücht von des Sultans Heereszug eilte der ORTOQIDE Ilghazi nach Damaskus, um
sein Bündnis mit Toghtekin
zu bekräftigen, wurde aber bei seiner Rückkehr unterwegs vom
Emir von Homs überfallen und gefangengenommen; dieser wiederum, von Toghtekin bedrängt,
ließ ihn unter der Bedingung ziehen, daß er seinen Sohn Ayaz an seiner Statt
schicke.
Literatur:
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Runciman, Steven: Geschichte der
Kreuzzüge,
Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite
430,431,434,436,437,438 -