3. Sohn des Kaisers
Alexios
I. Komnenos von Byzanz und der Irene
Dukaina, Tochter von Prinz
Andronikos;
Bruder des Kaisers
Johannes
II.
Thiele, Andreas: Tafel 201,203
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
ISAAK KOMNENOS
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† nach
1152
Isaak Komnenos wurde
1108 Caesar, 1122 Sebastokrator und war 1142-1143 Thronprätendent.
Er wurde von seinem Neffen Manuel I. verdrängt
und wurde Mönch.
Isaak Komnenos begründete
das Kaiserhaus TRAPEZUNT.
Während der ersten drei Jahre behinderten ihn die
Ränke seines Bruders, des dritten Sohnes von Irene
und Alexios; dieser
Sebastokrator
Isaak setzte alles daran, die Feinde des Reichs mit dem Ziel
zu einem Bündnis zu vereinen, Johannes vom
Kaiserthron zu verdrängen. Kaum aber war Isaak
im Jahre 1132 in das Heilige Land gezogen - ob aus Frömmigkeit oder
unwürdigeren Gründen ist nicht bekannt -, erzielte Kaiser
Johannes rasch Fortschritte.
Dort erwarteten ihn im Jahre 1138 gute Neuigkeiten. Sein
Bruder Isaak und dessen Sohn
Johannes, welche die letzten acht Jahre
mit den moslemischen Fürsten gegen ihn gemeinsame Sache gemacht und
Intrigen angezettelt hatten, hatten sich ergeben. Ob sie ihr früheres
Verhalten tatsächlich bereuten oder ob Johannes
Komnenos' jüngste Erfolge
im Osten und seine damit verbundene zunehmende Beliebtheit im Reich sie
davon überzeugten, dass ihr Vorhaben zum Scheitern verurteilt war,
können wir nur raten. Es wurde ihnen indes volle Vergebung zuteil
- und das war mehr, als sie erwartet oder verdient hatten.
Der Regent Axuch, der im Auftrag Manuels
I. handelte, ordnete dann sicherheitshalber auch die Verhaftung
des anderen Isaak an, des Bruders
von
Johannes und damit Onkel
Manuels, der sich im pontischen
Heraklea im Exil befand.
Ein paar Tage nach seiner Krönung ordnete
Kaiser Manuel
die Freilassung seines Bruders Isaak
an und hob die Verbannung seines gleichnamigen Onkels auf; er hatte
nichts mehr zu befürchten, weder vom einen noch vom andern.
Runciman, Steven: Seite 515,523
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"Geschichte der Kreuzzüge"
Von 1130 bis 1135 lag Johannes
alljährlich gegen die Danischmandiden im Feld. Zweimal wurde sein
Werk durch die Machenschaften seines Bruders, des Sebastoktrators
Issak, unterbrochen, der im Jahr 1130 vom Hof floh und die nächsten
neun Jahre damit zubrachte, mit verschiedenen islamischen und armenischen
Fürsten Verschwörungen anzuzetteln; im Jahr 1134 rief ihn der
plötzliche Tod der Kaiserin aus dem Krieg zurück.
1139-1140
Johannes war betroffen
von den schweren Verlusten unter seinen Truppen sowie von der Fahnenflucht
seines Neffen Johannes, des Sohnes
seines Bruders Isaak, der sich
auf die Seite des Feindes schlug, zum Isalm übertrat und Mas'uds
Tochter heiratete. Die ottomanischen Sultane leiten ihre Abkunft von
ihm her.
Heilig, Konrad Josef: Seite 256,258,259
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"Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts.
Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen
Byzanz und dem Westreich."
Der Titel eines Sebastokrators ist eine Erfindung
des Kaisers Alexios
I., der damit seinen Bruder Isaak, der wesentlich dazu
beigetragen hatte, die KOMNENEN
auf den Kaiserthron zu setzen, eine höhere Stelle verschaffen wollte,
als sie sein Mitbewerber, der mit dem Titel eines Kaisar abgefertigte Nikephoros
Melissenos, innehatte. Nach Isaaks Tod übertrug Kaiser
Alexios den Titel auf seinen zweiten Sohn Andronikos
und gab seinem dritten Sohn Isaak die
Würde eines Kaisars.
Alexios I. hat nach
dem Tod seines Sohnes Andronikos
den bisherigen Kaisar Isaak,
den dritten Sohn, zum Sebastokrator berufen. Auch
unter Kaiser
Johannes (1118-1143) blieb
Isaak
zunächst in seiner Stellung
als Sebastokrator; da er aber um 1122 zu den Türken überlief,
verlor er diese Würde, die Kaiser
Johannes nun auf seine drei jüngeren Söhne
Andronikos,
Isaak und Manuel
übertrug.
Der Bruder Isaak
des Kaisers Johannes
kam zwar einige Jahre nach seiner Flucht reumütig zu Johannes
zurück, wurde auch wieder in seine frühere Würde eingesetzt,
aber wohl im Range hinter den drei Söhnen des Kaisers; aber das gespannte
Verhältnis zwischen den beiden Brüdern wurde nicht mehr auf die
Dauer herzlich, zumal um 1140 der Sohn des Sebastokrators
Isaak zu den Türken überlief, sogar Schwiegersohn
des Sultans von Ikonium wurde; Isaak
fiel darauf dauernd in Ungande und wurde zu Herakleia in Pontos
bis zum Regierungsantritt seines Neffen Manuel
in Gefangenschaft gehalten. Aber auch
Manuel machte mit den beiden Sebastokratoren keine guten
Erfahrungen; sowohl der Onkel wie der ältere Bruder
strebten nach dem Throne; so scheint der Kaiser bald beide wieder vom Hofe
entfernt und seinerseits keinen neuen Sebastokrator mehr ernannt zu haben
[1 Wann der Bruder Isaak starb, ist
nicht berichtet; vielleicht darf man aus dem Umstand, daß Manuel
beide Töchter Maria und Theodora
mit BARBAROSSA,
Stefan
IV. von Ungarn und Balduin III. von
Jerusalem verloben will bzw. verheiratet, schließen, daß
er um 1153 breits tot war; damals lebte der Onkel Issak
noch; siehe E. Kurtz in Byzantinisch-neugriechische Jahrbücher 5 (1926/27)
Seite 44f.]. Erst nach seinem Tode wurde die Würde wieder erneuert,
wobei es wiederum vorkam, daß mehr als ein Sebastokrator gleichzeitig
lebte.
[4 Auch Kaiser Alexios
I., seine Kinder Anna
und
Isaak, seine Enkel Alexios
(II.), Manuel und
Andronikos, die beiden Kaiser, waren
geistig regsam und schriftstellerten.]
oo N.N.
†
Kinder:
Andronikos I.
1111/22 † 12.9.1185
Helene
†
um 1183
oo Georg I. Großfürst von Kiew-Susdal
† 1158
Eudokia Komnena
†
oo Konstantin Palaiologos
†
Maria
†
vor 1166
oo Josef Bryennios
†
Johannes Tzelepes
um 1115 † um
1145
Literatur:
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Heilig, Konrad Josef: Ostrom und das Deutsche
Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs
zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich,
in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen
und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart
1944 Seite 231,256,258, 259 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg
des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München
1993 Band III Seite 90,101,106 - Runciman, Steven: Geschichte der
Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978
Seite 515,523 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln
zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 201,203 -